Im Rückblick auf die Entstehung unserer heutigen Schützenbruderschaft und ihre Aktivitäten in den ersten Jahrzehnten liegen uns leider keine authentischen Unterlagen vor. Erst ab 1930 sind alle Protokollbücher vorhanden. Wir greifen daher zurück auf mündliche Überlieferungen unserer ältesten Vernicher Bürger über Ereignisse und Daten der ersten Jahrzehnte nach Vereinsgründung, die das soziale und gesellschaftliche Vereinsleben in wesentlichen Abschnitten und Begebenheiten wiederspiegeln und in früheren Veröffentlichungen, schriftlichen Notizen und Aktenvermerken festgehalten wurden.

Im Sommer kamen die ersten Initiativen und Vorschläge von einigen Männern zur Gründung einer Schützengesellschaft. Im Herbst trafen sich einige Männer zur Gründung der Schützengesellschaft St. Helena Vernich. Erster Vorsitzender wurde Jakob Weber.
Jakob Kader wird zum Vorsitzenden der Schützengesellschaft gewählt.

Euskirchener Zeitung vom 06.08.1887
Gründung eines Verbandes zur Wahrung der Interessen der Schützengesellschaften im Norden des Kreises Euskirchen.
Peter Müller übernimmt das Amt des neuen Vorsitzender.
Der 1. Weltkrieg beendete vorläufig das Vereinsleben
Nach dem Ende des 1. Weltkrieg musste sich der Verein neu organisieren. Nur mit Erlaubnis der Besatzungsmacht war das Schießen innerhalb der Schützengesellschaft erlaubt.
Erwerb des vereinseigenen Schützenplatz.


Im Juli wurde das letzte Schützenfest vor Kriegsbeginn gefeiert. Nach dem totalen Zusammenbruch des Dritten Reiches durch Kapitulation und Beendigung des schrecklichen Krieges im Mai 1945 wurden sämtliche Schützengesellschaften und Schützenbruderschaften durch Verordnung der Besatzungsmächten aufgelöst.
Der 2. Weltkrieg beendete vorläufig das Vereinsleben

Auf Bezirksebene gab es die ersten Bestrebungen zur Neuformierung des Schützenwesen. Der Präses des Erzbruderschaften, Dr. Louis, nahm Verbindung mit der britischen Militärregierung auf und erreichte die Zulassungen von Schützenbruderschaften. Am 22.05.1946 wurde die Schützengesellschaft St. Helena in die St. Seb. Schützenbruderschaft Vernich umgewandelt.
Bis Ende des Jahres bestand ein Schießverbot. Das Ausschiessen der Königswürde war mit der Armbrust gestattet. Einweihung der ersten Vereinsfahne der neuen Schützenbruderschaft.
Das erst mal durften wieder Luftgewehre zum Schießen eingesetzt werden.
Eine Kleinkaliberbüchse (6mm) wurde angeschafft.
Beginn der Planung zur Errichtung einer eigenen Schießanlage mit Aufenthaltsbereich.

Einweihung des neuen Schützenheim
Pfarrer Heinrich Siepen wurde als Präses verabschiedet. Pfarrer Johannes Vollmer übernahm das Ehrenamt des Präses.
Erweiterung der Schießanlage um weitere 2 Schießbahnen. Die erweiterte Anlage erlaubte der Bruderschaft an sportlichen Wettschießen mit befreundeten Bruderschaften teilzunehmen.
Im Mai übernahm Herr Carl Minten , die Schirmherrschaft über das 100jährige Jubelfest der St.Seb Schützenbruderschaft Vernich welches im Juli 1967 gefeiert werden sollte.

Das mit dem Bundesschützenfest vereinigte Jubelfest wurde vom 1.7.-3.7. gefeiert. Der große Erfolg des Jubelfestes war sicherlich auch zu einem großen Teil auf das erstmalige Mitwirken der fast 50 Mann starken Tiroler Musikkapelle zurückzuführen.
Aufnahmen von Frauen als aktive Mitglieder und Gründung einer Damenschießgruppe. Aufnahme zweier inaktiven Mitglieder als beratende Vertreter in den erweiterten Vorstand. Erstmalig wurde unter den ehemaligen Schützenkönig seit 1939 der "König der Könige" ausgeschossen. Erstmaliges Ausschießen der "Schützenliesel" der Damenschießgruppe.
Die Bruderschaft beteiligte sich das erste mal am Rosenmontagszug in Vernich mit einem Wagen und einer Farbenprächtigen Fußgruppe. Peter Altdorf legt sein Amt als Vorsitzender nieder. Sein Nachfolger wird Peter Kolvenbach.
Eine neue Satzung auf der Grundlage christlichen Handels und ihrer Ideale FÜR GLAUBE, SITTE UND HEIMAT wird beschlossen.
Die Bruderschaft unternimmt eine Busreise mit 54 Personen nach Karrösten, um die Kontakte zu vertiefen.

Aus Freundschaft der Schützenbruderschaft Vernich mit der Musikkapelle und der Schützenkompanie aus Karrösten/Tirol wurde dieser Weg am 02.07.1972 benannt.
Der amtierende König Willi Mager erringt die Würde des Bezirkskönig im Bezirksverband Euskirchen.
Josef Windeisen tritt die Nachfolge des aus Altersgründen ausscheidenden Vorsitzenden an.

Während unserem Schützenfest wurden Szenen für den Krimi "Freiheiten der Langeweile" gedreht.
Albert Wienhues wird neuer Vorsitzender der Bruderschaft
Einweihung einer neues Vereinsfahne die aus Spenden in der eigenen Bruderschaft angeschafft wurde.

Fertigstellung und Einweihung des Schützenheimanbaus mit sechs Luftgewehrständen.
Josef Windeisen, Vorsitzender von 1975-1979 wird zum Ehrenvorsitzenden der Bruderschaft erklärt.
Verabschiedung unseres Präses Paul Gail und Ernennung zum Ehrenpräses.
Auszeichnung des Präsidenten Albert Wienhues mit der Ehrenplakette der Gemeinde Weilerswist für "besondere Verdienste um die stetige Entwicklung der Schützenbruderschaft Vernich".
Die Vorbereitungen zum Schützenfest wurden überschattet durch den unerwarteten Tod unseres Protektors Carl Minten. Am 16.09. wurde Präses Dechant Paul Gail zum Ehrenpräses der Bruderschaft ernannt und gleichzeitig verabschiedet.
Neuer Präses der Bruderschaft wird Herr Pfarrer Burkhard Hoffmann.
Dietmar Schneider erklärt sich bereit bei unserem 125-jähriges Jubiläum verbunden mit den Bezirksschützenfest 1992 die Schirmherrschaft zu übernehmen.

Feier des 125-jähriges Bestehen in Verbindung mit dem Bezirksschützenfest.

Präses Pastor Burkhard Hoffmann weiht das von Dietmar Schneider gestiftete Denkmal mit einem in Bronze gegossene Kreuz, auf dem Schützenplatz ein.
An St. Sebastianus wird die neue Kette und das Krönchen des Schülerprinzessin / - prinzen eingeweiht. Die Musikkapelle Polling aus Tirol nimmt das erste mal an unser Schützenfest teil.
Im März verstarb nach langer Krankheit unser Ehrenmitglied Dietmar Schneider. Leider mussten wir auch für immer Abschied von unser Ehrenpräses Paul Gail nehmen. An unserem Schützfest nahm zum ersten mal die Musikkapelle aus Milz teil.
Nach 22-jähriger Amtszeit stelle sich der 1. Präsident Albert Wienhues sen. nicht mehr zur Wahl. Alle Vorgeschlagene möglichen Nachfolger lehnten ab, so das Rolf Schätzle sich bereit erklärte als Berater dem Vorstand vorzustehen. Auf der St. Sebastianusfeier wurde Albert Wienhues Sen. zum Ehrenpräsidenten ernannt. Kurz vor Schützenfest Verstarb unser langjähriges Mitglied und Ehrenkönigsoffizier Willi Schwingeler. Zum ersten mal nach über 30 Jahren nahm keine Musikkapelle aus Tirol am Schützenfest teil. Als würdiger Ersatz wurde der Musikverein „Eifelland“ verpflichtet. In der Heiligen Messe wurde Albert Wienhues Sen. die neue gesegnete Ehrenpräsidentenkette Überreicht. Diözesanbundesmeister Emil Vogt zeichnetet Albert Wienhues und mit der seltenen Auszeichnung „Goldener Stern zum Schulterband“ aus. Im August verstarb unser langjähriges Mitglied und Ehrenkommandant Stephan Zock. Auf der Mitgliederversammlung am 08.09. wurde mit absoluter Mehrheit Heinz Mertens zum 1. Präsident und Hans-Jürgen Giesen zum 2. Präsident gewählt.
Zum 1.Mal nach dem Beschluss der Versammlung schossen 2 Frauen, nämlich Gertrud Mertens und Erika Nelles auf den Königsvogel. Durch Veranstaltungen der Schießmannschaft und der Schützenjugend konnten 3 neue Luftgewehre und eine Luftpistole angeschafft werden.
Das Schützen und Volksfest wird mit vielen freiwilligen Helfern zum ersten mal unter Eigenregie durchgeführt.
Der amtierende König Hans Reitz erringt auf der Bezirkstagung, unter großem Jubel der stattlichen Abordnung der Bruderschaft, die Würde des Bezirkskönig.
Erika Nelles errang als erste Frau die Königswürde.
Im April begann man mit der Renovierung der Toilettenanlage. Schützenfestsonntag sorgten unsere hauseigenen DJ´s Markus und Elmar für Stimmung.
Josef Windeisen wird für 70-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Die 1. Aufgelegtmannschaft steigt in die Diözesanklasse B (2. Höchste Klasse bei den Historischen Schützen) auf.
Auf dem Bezirksjungschützentag in Bad Münstereifel errang Carina Dreymüller mit 30 Ringen die Bezirksschülerprinzessin. In Bergisch Gladbach-Schildgen auf dem Diözesan Jungschützentag gelang Carina das nie Geglaubte, sie wurde mit 30 Ringen zur Diözesanprinzessin. Nach einer mit Pleiten, Pech und Pannen übersäter Anfahrt zum Bundesjungschützentag nach Paderborn erreichte man in letzter Minute noch den Anmeldestand zum Bundesschülerprinzen schießen. Trotzdem erreichte Carina noch einen hervorragenden 6. Platz von 34 Teilnehmern. Bei schlechtem Wetter wurde begonnen das Umfeld rund um den Hochstand zu verändern. So mussten auch die Pappeln gefällt werden.
Die 1. Aufgelegtmannschaft steigt in die Diözesanklasse A (Höchste Klasse bei den Historischen Schützen) auf. Ab diesem Jahr wird an der 1. Jahrmesse eines verstorbenen Schützen mit einer Fahnenabordnung teilgenommen. Da die Erftbrücke am Sportplatz erneuert wurde, musste der Weg des Schützenzuges sonntags geändert werden. Während einer Pilgerreise nach Rom und Assisi überreichte unser Präses dem Papst eine aus Marzipan gefertigte Zuckerrübe. Die Schützenfrauen beschenken Kinder im Kinderheim Borr zu Weihnachten.
Nach Heinz Mertens wurde Hans-Jürgen Giesen Präsident der Bruderschaft.
Albert Wienhues sen. ist seit 50 Jahren sowie Jakob Klein und Herbert Tewes 40 Jahre Mitglied der Bruderschaft.
Ab diesem Jahr findet die Fronleichnamsprozession abwechselnd in Vernich oder Weilerswist statt.
Es wurde ein Ringlesegerät gekauft.
Christian Poerschke wurde Bezirksprinz.
Einige Schützenfrauen traten auf der Karnevalsparty der KG als „Chearleader des 1.FC Köln“ auf. Die Schützenfrauen luden die Kinder aus dem Kinderheim Borr zur Kindersitzung ein. Beim Bezirkskönigsschießen belegte Stefan Schwingeler den 2. Platz.Mit nur 57 Jahren verstarb unser Adjutant Franz-Josef Lohmar. Christoph Wienhues belegte beim Bezirksprinzenschießen den 2. Platz bei den Schüler- und Carina Dreymüller den 1. Platz bei den Jungschützen. Ab diesem Jahr wird für Schützenfest ein Sicherheitsdienst verpflichtet.

In diesem Jahr traten wir auf der Karnevalsparty der KG als „ABBA“ auf. Ein Riesenerfolg.
Am Ende des Rosenmontagszugs brach die Deichsel des Wagens.
Kaiser Hans Reitz wurde zum 2. Mal Bezirkskönig. Was bisher noch keinem gelang.
Nach knapp 4 Jahren Vorbereitungszeit feierten wir den Diözesan-Jungschützentag.
Die Schirmherrschaft übernahm unser Präses Georg Bartylla.
Am Festzug nahmen ca. 2.500 Schützen teil. Da für ein tolles Rahmenprogramm gesorgt war, wurde sehr lange gefeiert.
Josef Windeisen wurde für 75-jährige und Ralf Nüsgen für 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Georg Giesen und Jakob Klein wurden zu Ehrenoffizieren ernannt. Albert Wienhues jun. wurde Bezirkskönig. Nach 11 Jahren Pause kam endlich wieder die Musikkapelle Karrösten zum Schützenfest. Nach Erika Nelles wurde als zweite Frau Brigitte Reitz Schützenkönig.
Heinz Mertens und Wilfried Ohlert sind seit 50 Jahren Mitglieder der Bruderschaft.
Seit diesem Jahr besuchen wir uns gegenseitig mit der Bruderschaft Nideggen.
Nach 16 Jahren Pause kam die Musikkapelle Pettnau zum Schützenfest.
Toni Mertens ist seit 40 Jahren und Hans-Josef Ohlert seit 50 Jahren Mitglied der Bruderschaft. König Uwe Lo Greco belegte beim Bezirkskönigsschießen den ungeliebten 2. Platz. Die Schützen fuhren gemeinsam mit dem Musikverein Eifelland nach Karrösten. Hier wurden die Musikkapelle und die Schützenkompanie zu unserem Bezirksfest in 2017 eingeladen.
Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde Frank Eschrich ausgezeichnet. Zum Schützenfest kam wieder die Musikkapelle Pettnau nach Vernich. Nils Heinrichs wurde der 1. Bambiniprinz der Bruderschaft. Da in der Nacht ins Schützenheim eingebrochen wurde, musste der Frühschoppen der Ortsvereine zur Kirmes auf dem Schützenplatz stattfinden.
Heinz Schmitz ist seit 25. und Hans Reitz seit 40 Jahren Mitglied der Bruderschaft
Mit 120 Punkten wurde Nils Heinrichs Bezirks-Bambiniprinz.
Mit 30 Personen folgten wir der Einladung der Schützenkompanie Karrösten zu deren Bezirks-Batallions-Fest. Hier können die aus Funk und Fernseh bekannten „Die Ötztaler“ für unser Fest in 2017 verpflichtet werden.
Mal nicht aus Tirol sondern aus der Wachau kam die Bergerner Musikkapelle nach Vernich.

Für das Jubiläumsjahr übernimmt Gerhard Josef Brühl die Schirmherrschaft.
25-jährige Mitgliedschaft Josef Poerschke, 40-jährige Brigitte Reitz, 60-jährige Hieronymus Schmitz.
Die 1. Größere Veranstaltung im Jubiläumsjahr war die Bezirkstagung mit Bezirkskönigsschießen. In der Andacht wurde uns die Bezirksstandarte für ein Jahr übergeben. Leider gelingt es keinem unserer Majestäten die Bezirkswürde zu erreichen.
Unsere ältesten, immer noch sehr aktiven Mitglieder sind Erika Nelles und Hieronymus Schmitz mit jeweils 85 Jahren.
Während des Festkommerses zum 150-jährigen Bestehen der Bruderschaft fand der „Große Zapfenstreich“ auf dem Schulhof statt und sonntags ging ein sehr langer Festzug durch den Ort.
Mit Kanone und Vorderlader nahm neben der Musikkapelle Karrösten die Schützenkompanie am Schützenfest teil. Zum Tanz spielten „Die Ötztaler“ mit Marco Spiegl.
Auf der Jahresabschlussfeier wurde den aktiven Mitgliedern die uns als Gastgeschenk von den Musikanten aus Karrösten mitgebrachten Nadeln mit dem Tiroler Adler überreicht.

Einschränkungen des Vereinsleben durch die Corona-Pandemie.

14 - 15.07.2021 Hochwasser
In dieser Zeit waren Vereinstätigkeiten nur eingeschränkt möglich. Zum einen durch die noch anhaltende Coronapandemie. Hinzu kamen dann noch die Zerstörungen durch die Hochwasserflut 2021. Nach der Aufhebung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corena-Pandemie stand dann die Sanierung des Vereinsheim auf dem Programm. Während dieser Zeit waren keine Veranstaltungen im üblichen Rahmen möglich. Es wurde überall improvisiert, um zumindest kleiner Veranstaltungen durchführen zu können.

Am 30.06.2024 konnte die Wiedereinweihung unseres Schützenheim nach den Sanierungen stattfinden. Ab jetzt stand unser Schützenheim wieder zur Verfügung.

Durch das Kleinprojekt-Förderprogramm der LEADER-Region Zülpicher Börde konnte eine elektronische Schiessanlage angeschaft werden.

Am 25.05.2025 Verabschiedung unseres Präses Georg Bartylla und Ernennung zum Ehrenpräses.

